Bekleidung und Textilien
In Deutschland konsumiert jede Person jährlich rund 19 kg Textilien. Neben Bekleidung geht es dabei auch um Produkte wie Bettwäsche, Arbeitsbekleidung, Hotelausstattung oder Autositzbezüge. Die wachsende Nachfrage führt vor allem in Produktionsländern des „globalen Südens“ zu hohen Umweltbelastungen, z.B. durch steigenden Chemikalienverbrauch oder Wasserentnahme. Die aktuellen Marktbedingungen im Textilsektor – niedrige Preise und kurzlebige Produkte – stehen zirkulären Wirtschaften entgegen Stattdessen braucht es langlebiges und kreislauffähiges Design, technische Innovationen beim Recycling sowie eine reibungslose Informationsweitergabe zwischen Lieferanten, Markenketten und Recyclern.
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sieht seit 2025 eine getrennte Sammlung von Textilien und Textilabfällen vor. So soll die Wiederverwendung von Materialien erleichtert werden. Konsumentinnen und Konsumenten können Textilien reparieren lassen oder Second Hand kaufen und Leihmöglichkeiten prüfen, um weniger Textilien zu konsumieren. Ein Rückgang des Textil-Konsums verringert die Umweltauswirkungen, die durch den Wasserbedarf, Chemikaliennutzung und Faserbedarf entstehen.
Weitere Informationen zu diesem Handlungsfeld finden Sie im Kapitel „Bekleidung und Textilien“ in der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie.


