Landkreis Bergstraße / Hessen

Kreislaufwirtschaft im Bau – Landkreis Bergstraße als Modellregion 

Region/Kommune: Landkreis Bergstraße, Hessen 
Laufzeit: 2024 – 2027 
Förderung: im Rahmen der Förderinitiative „Circular Rural Regions“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung 
Träger/Partner: Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße, Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB), Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, IHK Darmstadt Rhein-Neckar, Hochschule Darmstadt, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Referat I 1 – Internationale Zusammenarbeit, Planungsangelegenheiten, fachübergreifende Umweltangelegenheiten des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Referat IV 4 – Ressourceneffiziente Produktion und Transformation des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum; 
unterstützt durch die ifok GmbH 

Kurzbeschreibung 

Im Landkreis Bergstraße entsteht eine Modellregion für Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Verwaltung, Bauwirtschaft, Handwerk und Wiederverwerter arbeiten zusammen, um Baustoffe länger zu nutzen, Gebäude ressourcenschonend zurückzubauen und Materialien wiederzuverwenden. Ein Kommunikationskonzept informiert Unternehmen, Verwaltung und Bevölkerung über die Vorteile einer zirkulären Bauweise. 

Was macht dieses Beispiel zur Good Practice? 

Das Projekt zeigt, wie Kreislaufwirtschaft im Bau praktisch umgesetzt werden kann. Es verknüpft wirtschaftliche, ökologische und planerische Ansätze und setzt auf Zusammenarbeit zwischen vielen Akteuren. Drei Bausteine stehen im Mittelpunkt: 

  • Vernetzung im Bausektor 
    Der Landkreis bringt Handwerksbetriebe, Bauunternehmen, Baustoffhersteller, Entsorger und Verwaltung an einen Tisch. Gemeinsam entwickeln sie Wege, um Baustoffe wiederzuverwenden, Rückbauprozesse zu verbessern und Sekundärmaterialien im Neubau einzusetzen. So entstehen regionale Stoffkreisläufe und neue Wertschöpfung vor Ort. 

  • Lebenszyklus von Gebäuden mitdenken 
    Das Projekt betrachtet Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Rohstoffgewinnung über Planung, Nutzung und Rückbau bis zur Wiederverwendung. Beim Neubau öffentlicher Gebäude wird bereits in der Planung darauf geachtet, dass Materialien später erneut genutzt werden können. So entstehen praxisnahe Beispiele für ressourcenschonendes Bauen. 

  • Bewusstseinsbildung und Kommunikation 
    Ein Kommunikationskonzept sensibilisiert unterschiedliche Zielgruppen für zirkuläres Bauen. Informationsveranstaltungen, Workshops und Austauschformate fördern Wissenstransfer und Kooperation. Gleichzeitig werden rechtliche und organisatorische Hürden analysiert, um praktische Lösungen zu finden. 

Das Zusammenspiel aus Vernetzung, Lebenszyklusdenken und gezielter Kommunikation macht das Projekt übertragbar. Der Landkreis Bergstraße zeigt, wie eine Verwaltung gemeinsam mit Wirtschaft, Handwerk und Entsorgung Kreislaufwirtschaft konkret gestaltet – und damit ein Beispiel für andere Regionen schafft. 

Sie möchten mehr erfahren? Weitere Infos finden Sie hier.  

Bilder © Kreis Bergstraße

Kreislaufwirtschaftsstrategie | Vernetzung
Übergreifend