Technische Universität Darmstadt u.w.

Stadtquartiere als Rohstofflager: Digitale Instrumente für ein urbanes Stoffstrommanagement

R9 - Recovery (energetische Verwertung)

Details zum Forschungsprojekt

Welches konkrete Vorhaben hat das Unternehmen umgesetzt, um sich in Richtung Kreislaufwirtschaft auszurichten?
Gebäude und Stadtquartiere enthalten große Mengen an wertvollen Materialien wie Beton, Stahl oder Dämmstoffe. Werden Gebäude saniert, umgebaut oder abgerissen, können diese Materialien wiedergewonnen und erneut genutzt werden. Genau hier setzt das Forschungsprojekt RessStadtQuartier mit einer neuen technologischen Lösung an. Im Mittelpunkt steht ein digitaler „Werkzeugkasten für Ressourceneffizienz“, der Kommunen und Planer dabei unterstützt, Materialströme in Stadtquartieren systematisch zu erfassen, zu bewerten und nachhaltig zu steuern. Mithilfe moderner digitaler Technologien werden Gebäude und Quartiere als sogenannte „Rohstofflager“ betrachtet. So kann bereits in der Planungsphase erkannt werden, welche Materialien in welcher Menge vorhanden sind und wie sie später sinnvoll wiederverwendet werden können.

Der „Werkzeugkasten Ressourceneffizienz“ verbindet mehrere innovative Technologien: Digitale Gebäudemodelle, geografische Informationssysteme und lebenszyklusbasierte Berechnungsmethoden. Dadurch lassen sich Baustoffe, Energieverbräuche und CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Quartiers analysieren. Planer können so fundierte Entscheidungen treffen, um Materialien im Kreislauf zu halten, Abfälle zu vermeiden und den Einsatz von Primärrohstoffen zu reduzieren.

Das Projekt „RessStadtQuartier“ hat in seiner ersten Phase den Werkzeugkasten für das ressourceneffizientes Stoffstrommanagement in Stadtquartieren entwickelt. In der zweiten Projektphase (2022–2024) hat das Projektteam den Werkzeugkasten in der Praxis erprobt und an die realen Anforderungen angepasst. Neben der Technischen Universität Darmstadt waren folgende Organisationen am Projekt beteiligt: Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, UMGIS Informatik GmbH, Wissenschaftsstadt Darmstadt. 

„RessStadtQuartier“ steht beispielhaft für die R7-Strategie Repurpose.

 

Fotos © Stefan Pohl, Fotoarchiv FG SuR

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Kontakt:
Prof. Hans-Joachim Linke 
hans-joachim.linke@tu-darmstadt.de