Stakeholder - Dialog zur Umsetzung der NKWS (ab 2025)
Nach der Verabschiedung der NKWS Ende 2024 richten wir den Stakeholder-Dialog mit den Stakeholdern neu aus: Um zentrale Maßnahmen der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie umzusetzen, planen wir die Einrichtung einer Plattform mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung.
Vorab wurden seit Mitte 2025 Dialog-Formate zur Diskussion und Erarbeitung konkreter Umsetzungsansätze und Unterstützungsangebote angestoßen. Im letzten Jahr wurden Konferenzen, Fachveranstaltungen und einzelne themenorientierte Arbeitsgruppen umgesetzt. Darüber hinaus wurde das etablierte Dialogforum mit Vertretern und Vertreterinnen der Spitzenverbände weitergeführt.

Das Dialogforum findet auf Einladung des Bundesumweltministers statt. Vertreterinnen und Vertreter von Spitzenverbänden aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie von Gewerkschaften und den Ländern diskutieren hier übergreifende Fragestellungen im Kontext der NKWS.
Mit der Fachkonferenz unter dem Titel “Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie in der 21. Legislaturperiode – nächste Schritte zur Umsetzung“ wurde im April 2025 der Auftakt für den Umsetzungsdialog zur NKWS gesetzt. Einen Nachbericht zur Veranstaltung finden Sie hier.
Eine zweite Fachkonferenz zum Thema „Beschaffung zirkulär gestalten – Europäische Perspektiven für eine wirksame Umsetzung“ fand am 7. Oktober 2025 statt. Präsentationen und Mitschnitte der Debatten finden Sie hier.
Am 5. Dezember 2025 fand die NKWS Jahreskonferenz ”Circularity made in Germany - gemeinsam Kreisläufe schließen" statt. Einblicke in die Veranstaltung finden Sie hier.
Zentrales Format des Dialogs zur Umsetzung der NKWS ist der Austausch mit Praxisexpertinnen und -experten aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Fachlich begleitet und organisiert werden die AGs durch die Geschäftsstelle der NKWS und das VDI ZRE - das Kompetenzzentrum für zirkuläre Wirtschaft und Ressourceneffizienz im Auftrag des BMUKN.
Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Berücksichtigt werden und wurden Personen mit ausgewiesener Praxiserfahrung oder fundiertem Fachwissen im jeweiligen Themenfeld der AG. Die Zusammensetzung der Gruppen zielt auf eine möglichst relevante Integration passender Expertisen ab um ein breites Spektrum an Fachkenntnissen, praktischen Erfahrungen und gesellschaftlichen Gruppen abzubilden.
AG Zirkuläre Beschaffung im Überblick
Ergebnisse

Hilfestellung zur Beschaffung gebrauchter und instandgesetzter (refurbished) Produkte am Beispiel von Möbeln
Im Dokument finden sich Begriffserklärungen, Auszüge aus Leistungsbeschreibungen, Hinweise zu passenden Kriterien und auch einige Mustervorlagen.

Dokumentation des Webinar Zirkuläre Beschaffung – Gebrauchte und instandgesetzte Produkte in der öffentlichen Beschaffung vom 26.02.2026
Im Dokument finden sich Hintergrundinformationen zur NKWS und zum Handlungsfeld "Öffentliche Beschaffung, Erkenntnissen aus der AG Zirkuläre Beschaffung und Informationen aus zwei Praxisbeispielen
Weitere in Erstellung:
Wir finalisieren zudem gerade eine vergleichbare Hilfestellung zum Thema IT-Produkte und veröffentlichen in Kürze auch ein Fact Sheet mit Praxisbeispielen.
Der Auftrag der AG
Öffentliche Beschaffung ist eines der zentralen Handlungsfelder der NKWS. Die AG fokussierte sich auf den Bereich „Gebrauchtprodukte in der Öffentlichen Beschaffung“. Dieses Gebiet ermöglicht einen wirkungsvollen und direkten Hebel für die Kreislaufwirtschaft, da es eine obere Stufe der Abfallhierarchie adressiert. Konkret wurden die Beschaffung wiederaufbereiteter Produkte sowie die Weitergabe nach Nutzungsende zur Weiterverarbeitung am Beispiel von Möbeln und IT-Produkten betrachtet.
Die Arbeitsweise
Die AG Zirkuläre Beschaffung hat bisher im Zeitraum Mai 2025 bis Januar 2026 in vier Sitzungen getagt. Teilnehmende sind Expertinnen und Experten, die bereits über Praxiserfahrungen hinsichtlich der Beschaffung wiederaufbereiteter Gebrauchtprodukte in der öffentlichen Beschaffung verfügen. Dazu gehören Beschaffungsstellen, aber auch Vergaberechtsexpertinnen und -experten, Beratungsdienstleister sowie Marktanbieter von Gebrauchtprodukten. Die Zusammenarbeit in der AG besteht im inhaltlichen Austausch zur Erleichterung der Beschaffung gebrauchter, bzw. instandgesetzter Produkte. Dies umfasst z. B. die Identifikation und Diskussion von Hürden und Lösungsansätzen, die Klärung von Prozessen, die Kommentierung von Textvorschlägen, das Einbringen von Anregungen, Hinweisen und Einwänden sowie die Nutzung vorhandener Netzwerke zur Dissemination entsprechender Informationen. Die Beteiligung einzelner Vertreter*innen der aufgelisteten Organisationen an der AG Zirkuläre Beschaffung impliziert nicht, dass die im Rahmen der AG erarbeiteten Inhalte durch die entsprechenden Gesamtorganisationen geprüft oder vertreten werden. Die erstellten Arbeitshilfen und Materialien geben daher nicht die offizielle Haltung oder Meinung der entsprechenden Gesamtorganisationen wieder.
Mitwirkende Organisationen in der AG
Ministerien und Verwaltung auf Bundesebene
- Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (BMI) – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB)
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – Referat IB5 (Öffentliche Aufträge Vergaberecht, Immobilienwirtschaft)
- Bundesamt für Justiz (Referat I7 – Bau- und Liegenschaften, Arbeitsschutz, Umweltmanagement)
- Interministerieller Ausschuss für nachhaltige öffentliche Beschaffung (Geschäftsstelle des IMA nöB)
- Umweltbundesamt (UBA)
Beschaffung auf Landes- und Kommunalebene
- Land Berlin, SEN MVKU
- Landkreis Harz, Amt für Schulverwaltung und Bildung
- Rostocker Straßenbahn AG
- Stadt Düsseldorf, Amt für Schule & Bildung
Marktanbieter von gebrauchten, bzw. instandgesetzten Produkten
- AfB
- Ahrend
- Circulee
- Office-4-sale
Weitere Unternehmen und Organisationen
- CADEMI
- Concular
- Cradle to Cradle NGO
- Ressourcenwunder
AG Nachhaltiger Onlinehandel im Überblick
Hintergrund
Der Onlinehandel hat sich mit einem Marktanteil von rund 13,2 % im Jahr 2023 zu einem zentralen Bestandteil des deutschen Einzelhandels entwickelt. Neben den Vorteilen für Markt und Konsumentinnen und Konsumenten bringt dieser Vertriebsweg jedoch erhebliche sozio-ökologische Herausforderungen mit sich. Besonders in den Bereichen Verpackung, Versandlogistik und Retourenmanagement entstehen große Umweltwirkungen. Gleichzeitig birgt der Onlinehandel als Schnittstelle zwischen Herstellenden und Verbrauchenden ein enormes Potenzial, nachhaltige Produktions- und Konsummuster zu fördern und zirkuläre Wirtschaftsweisen zu unterstützen.
Auftrag der AG
Die Arbeitsgruppe soll daran mitwirken, nachhaltiges – insbesondere zirkuläres – Konsumieren im Onlinehandel zu erleichtern und gleichzeitig die ökologischen Auswirkungen zu verringern. Die AG konzentriert sich auf Maßnahmen, die von Onlinehändlern selbst umgesetzt werden können.
Die Arbeitsweise
Konkret sollen praxiserprobte und wirksame Maßnahmen identifiziert werden, die sich bereits bei einzelnen Händlern bewährt haben und das Potenzial besitzen, branchenweit übernommen zu werden. Dazu zählen etwa Verbesserungen bei Verpackungslösungen, effizientere Logistikprozesse oder Strategien zur Reduktion und besseren Steuerung von Retouren. Ebenso sollen Ansätze zur Förderung nachhaltiger Konsumentscheidungen und zur Verlängerung der Produktnutzung erarbeitet werden. Es finden vier Workshoprunden statt. Teilnehmende kommen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verbände und Politik.
AG Zirkularität für medizinische Produkte und Verbrauchsmaterialien im Gesundheitswesen
Hintergrund:
Das Gesundheitswesen in Deutschland verursacht jährlich rund fünf Millionen Tonnen Abfall. Angesichts dieser Menge birgt die Einführung von Kreislaufwirtschaft ein großes Potenzial – sowohl für ökologische Nachhaltigkeit als auch für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit. Strategien zur Abfallvermeidung und mehr Kreislaufwirtschaft aus anderen Branchen lassen sich nicht ohne Weiteres auf das Gesundheitswesen übertragen. Besondere Anforderungen wie Patientensicherheit, Versorgungsqualität sowie eine hohe Produkt- und Standortvielfalt müssen berücksichtigt werden.
Auftrag der Arbeitsgruppe:
Ziel der AG ist es, konkrete Lösungsansätze in der Umsetzung und Akzeptanz von kreislauffähigen Produkten und Arbeitsprozessen aufzuzeigen. Dazu sammelt die AG bestehende Praxisbeispiele und Umsetzungserfahrungen aus ambulanten und stationären Organisationen und Unternehmen ein. Darüber hinaus dokumentiert die Mitwirkenden veraltete Annahmen und Argumentationsmuster.
Arbeitsweise:
Die Arbeitsgruppe baut auf die vom BMUV geförderte Dialogplattform „Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen“ auf und fokussiert zunächst auf den Bereich der risikoarme Medizinprodukte und Verbrauchsmaterialen, die in der ambulanten und stationären Versorgung eingesetzt werden. Arzneimittel sind dabei explizit ausgenommen.
Die AG setzt sich aus Expertinnen und Experten mit praktischer Erfahrung im Medizinproduktsektor zusammen und traf sich bisher in vier Sitzungen zwischen Juni und Ende November 2025.
Fachdialog zur Digitalisierungsinitiative zur Schließung von Stoffkreisläufen
Auftrag der Dialogwerkstätten:
Ziel der thematisch fokussierten Dialogwerkstätten im Rahmen des Fachdialogs war es, Anforderungen, Bedarfe und bestehende Ansätze für die geplante Digitalisierungsinitiative zur Schließung von Stoffkreisläufen zu beleuchten und gemeinsam zu diskutieren.
Arbeitsweise:
Es kamen ausgewählte Expertinnen und Experten aus der betrieblichen Praxis zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen zu diskutieren, Bedarfe und Anforderungen zu identifizieren sowie Möglichkeiten der Unterstützung zu erörtern. Im Mittelpunkt standen die Grundlagen einer digitalen Circular Economy, Anwendungsbeispiele und Erfolgsfaktoren entlang der Wertschöpfungsketten sowie Fragen der praktischen Anwendung und Skalierung. Ziel war ein praxisnaher, lösungsorientierter Austausch als Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der NKWS.
Folgende Themen wurden bis Ende 2025 behandelt:
- Digitale Voraussetzungen für eine Circular Economy und Unterstützungsbedarfe in KMU und Start-ups
- Initiativen der Wirtschaft zur Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und zur Schaffung von Datenräumen für eine Circular Economy
- Digitalisierung der Abfall- und Wertstoffströme
- Skalierung digitaler Lösungen für nachhaltigen Konsum
In der Sitzungsarbeit wurde deutlich, dass digitale Lösungen zentrale Hebel zur Schließung von Stoffkreisläufen sind, deren Umsetzung jedoch häufig daran scheitert, dass Ressourcen, Kompetenzen, Standards und interoperablen Datenräumen fehlen. Zugleich wurden konkrete Potenziale, Unterstützungsbedarfe und Ansatzpunkte für die Digitalisierungsinitiative identifiziert.
Dialogwerkstatt 1
Digitale Voraussetzungen und Unterstützungsbedarfe in KMU und Start-ups
Im Mittelpunkt standen fehlende Ressourcen, Kompetenzen und Datenstrategien in Unternehmen, insbesondere in KMU und Start-ups. Gleichzeitig wurde der Mehrwert besser genutzter Daten für Transparenz über Stoffströme, für CO₂-Bilanzen und zirkuläre Geschäftsmodelle betont. Benannt wurden Bedarfe wie abteilungsübergreifende Datenstrategien, Unterstützung bei der Umsetzung des digitalen Produktpasses, standardisierte Datengrundlagen sowie Qualifizierungs- und Informationsangebote.
Dialogwerkstatt 3
Digitalisierung der Abfall- und Wertstoffströme
Betrachtet wurden Sammlung, Sortierung und Recycling sowie deren Anbindung an Wertschöpfungsketten. Herausforderungen liegen in der getrennten Erfassung, der Datenweitergabe und Deklaration von Stoffströmen sowie in der Verknüpfung von Prozessdaten. Als Lösungsansätze wurden einheitliche und sichere Schnittstellen, digitale Kennzeichnung und Sensorik, der Einsatz selbstlernender Anlagentechnik, Stoffstrom- und Rezyklatplattformen, Qualifizierungs- und Förderangebote für KMU sowie die Digitalisierung von Genehmigungs- und Vollzugsprozessen diskutiert.
Dialogwerkstatt 2
Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Datenräumen für die Circular Economy
Diskutiert wurden sektorübergreifende Datenräume und Initiativen der Wirtschaft. Unsicherheiten zur Regulierung, zur Datenhoheit und fehlende Standards bremsen den Aufbau interoperabler Datenräume. Digitale Produktpässe und Datenräume wurden als Hebel für neue zirkuläre Geschäftsmodelle gesehen. Erforderlich sind schlanke, KMU-taugliche Referenzdatenmodelle, gezielte Förderprogramme, Qualifizierung im gesamten Wertschöpfungsverbund, Leuchtturmprojekte mit klaren Business Cases sowie harmonisierte und international anschlussfähige Standards.
Dialogwerkstatt 4
Skalierung digitaler Lösungen für nachhaltigen Konsum
Im Mittelpunkt standen digitale Lösungen für reparatur-, nutzungs- und teilungsorientierte Angebote und die Rolle einer Skalierungsstelle für digitalen nachhaltigen Konsum. Benannt wurden Defizite bei Vernetzung, Sichtbarkeit und Marktpositionierung von Lösungsanbietern, fehlendes Know-how zu Geschäftsmodellen, Künstlicher Intelligenz und Datenqualität sowie regulatorische Hürden. Eine Skalierungsstelle könnte als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstruktur wirken, Bedarfe erfassen, Akteure zusammenbringen, Coaching und technische Beratung bereitstellen und Qualifizierungs- sowie Förderangebote bündeln.
AG Zirkuläre Beschaffung im Überblick
Ergebnisse

Hilfestellung zur Beschaffung gebrauchter und instandgesetzter (refurbished) Produkte am Beispiel von Möbeln
Im Dokument finden sich Begriffserklärungen, Auszüge aus Leistungsbeschreibungen, Hinweise zu passenden Kriterien und auch einige Mustervorlagen.

Dokumentation des Webinar Zirkuläre Beschaffung – Gebrauchte und instandgesetzte Produkte in der öffentlichen Beschaffung vom 26.02.2026
Im Dokument finden sich Hintergrundinformationen zur NKWS und zum Handlungsfeld "Öffentliche Beschaffung, Erkenntnissen aus der AG Zirkuläre Beschaffung und Informationen aus zwei Praxisbeispielen
Weitere in Erstellung:
Wir finalisieren zudem gerade eine vergleichbare Hilfestellung zum Thema IT-Produkte und veröffentlichen in Kürze auch ein Fact Sheet mit Praxisbeispielen.
Der Auftrag der AG
Öffentliche Beschaffung ist eines der zentralen Handlungsfelder der NKWS. Die AG fokussierte sich auf den Bereich „Gebrauchtprodukte in der Öffentlichen Beschaffung“. Dieses Gebiet ermöglicht einen wirkungsvollen und direkten Hebel für die Kreislaufwirtschaft, da es eine obere Stufe der Abfallhierarchie adressiert. Konkret wurden die Beschaffung wiederaufbereiteter Produkte sowie die Weitergabe nach Nutzungsende zur Weiterverarbeitung am Beispiel von Möbeln und IT-Produkten betrachtet.
Die Arbeitsweise
Die AG Zirkuläre Beschaffung hat bisher im Zeitraum Mai 2025 bis Januar 2026 in vier Sitzungen getagt. Teilnehmende sind Expertinnen und Experten, die bereits über Praxiserfahrungen hinsichtlich der Beschaffung wiederaufbereiteter Gebrauchtprodukte in der öffentlichen Beschaffung verfügen. Dazu gehören Beschaffungsstellen, aber auch Vergaberechtsexpertinnen und -experten, Beratungsdienstleister sowie Marktanbieter von Gebrauchtprodukten. Die Zusammenarbeit in der AG besteht im inhaltlichen Austausch zur Erleichterung der Beschaffung gebrauchter, bzw. instandgesetzter Produkte. Dies umfasst z. B. die Identifikation und Diskussion von Hürden und Lösungsansätzen, die Klärung von Prozessen, die Kommentierung von Textvorschlägen, das Einbringen von Anregungen, Hinweisen und Einwänden sowie die Nutzung vorhandener Netzwerke zur Dissemination entsprechender Informationen. Die Beteiligung einzelner Vertreter*innen der aufgelisteten Organisationen an der AG Zirkuläre Beschaffung impliziert nicht, dass die im Rahmen der AG erarbeiteten Inhalte durch die entsprechenden Gesamtorganisationen geprüft oder vertreten werden. Die erstellten Arbeitshilfen und Materialien geben daher nicht die offizielle Haltung oder Meinung der entsprechenden Gesamtorganisationen wieder.
Mitwirkende Organisationen in der AG
Ministerien und Verwaltung auf Bundesebene
- Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (BMI) – Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB)
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – Referat IB5 (Öffentliche Aufträge Vergaberecht, Immobilienwirtschaft)
- Bundesamt für Justiz (Referat I7 – Bau- und Liegenschaften, Arbeitsschutz, Umweltmanagement)
- Interministerieller Ausschuss für nachhaltige öffentliche Beschaffung (Geschäftsstelle des IMA nöB)
- Umweltbundesamt (UBA)
Beschaffung auf Landes- und Kommunalebene
- Land Berlin, SEN MVKU
- Landkreis Harz, Amt für Schulverwaltung und Bildung
- Rostocker Straßenbahn AG
- Stadt Düsseldorf, Amt für Schule & Bildung
Marktanbieter von gebrauchten, bzw. instandgesetzten Produkten
- AfB
- Ahrend
- Circulee
- Office-4-sale
Weitere Unternehmen und Organisationen
- CADEMI
- Concular
- Cradle to Cradle NGO
- Ressourcenwunder
AG Nachhaltiger Onlinehandel im Überblick
Hintergrund
Der Onlinehandel hat sich mit einem Marktanteil von rund 13,2 % im Jahr 2023 zu einem zentralen Bestandteil des deutschen Einzelhandels entwickelt. Neben den Vorteilen für Markt und Konsumentinnen und Konsumenten bringt dieser Vertriebsweg jedoch erhebliche sozio-ökologische Herausforderungen mit sich. Besonders in den Bereichen Verpackung, Versandlogistik und Retourenmanagement entstehen große Umweltwirkungen. Gleichzeitig birgt der Onlinehandel als Schnittstelle zwischen Herstellenden und Verbrauchenden ein enormes Potenzial, nachhaltige Produktions- und Konsummuster zu fördern und zirkuläre Wirtschaftsweisen zu unterstützen.
Auftrag der AG
Die Arbeitsgruppe soll daran mitwirken, nachhaltiges – insbesondere zirkuläres – Konsumieren im Onlinehandel zu erleichtern und gleichzeitig die ökologischen Auswirkungen zu verringern. Die AG konzentriert sich auf Maßnahmen, die von Onlinehändlern selbst umgesetzt werden können.
Die Arbeitsweise
Konkret sollen praxiserprobte und wirksame Maßnahmen identifiziert werden, die sich bereits bei einzelnen Händlern bewährt haben und das Potenzial besitzen, branchenweit übernommen zu werden. Dazu zählen etwa Verbesserungen bei Verpackungslösungen, effizientere Logistikprozesse oder Strategien zur Reduktion und besseren Steuerung von Retouren. Ebenso sollen Ansätze zur Förderung nachhaltiger Konsumentscheidungen und zur Verlängerung der Produktnutzung erarbeitet werden. Es finden vier Workshoprunden statt. Teilnehmende kommen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verbände und Politik.
AG Zirkularität für medizinische Produkte und Verbrauchsmaterialien im Gesundheitswesen
Hintergrund:
Das Gesundheitswesen in Deutschland verursacht jährlich rund fünf Millionen Tonnen Abfall. Angesichts dieser Menge birgt die Einführung von Kreislaufwirtschaft ein großes Potenzial – sowohl für ökologische Nachhaltigkeit als auch für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit. Strategien zur Abfallvermeidung und mehr Kreislaufwirtschaft aus anderen Branchen lassen sich nicht ohne Weiteres auf das Gesundheitswesen übertragen. Besondere Anforderungen wie Patientensicherheit, Versorgungsqualität sowie eine hohe Produkt- und Standortvielfalt müssen berücksichtigt werden.
Auftrag der Arbeitsgruppe:
Ziel der AG ist es, konkrete Lösungsansätze in der Umsetzung und Akzeptanz von kreislauffähigen Produkten und Arbeitsprozessen aufzuzeigen. Dazu sammelt die AG bestehende Praxisbeispiele und Umsetzungserfahrungen aus ambulanten und stationären Organisationen und Unternehmen ein. Darüber hinaus dokumentiert die Mitwirkenden veraltete Annahmen und Argumentationsmuster.
Arbeitsweise:
Die Arbeitsgruppe baut auf die vom BMUV geförderte Dialogplattform „Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen“ auf und fokussiert zunächst auf den Bereich der risikoarme Medizinprodukte und Verbrauchsmaterialen, die in der ambulanten und stationären Versorgung eingesetzt werden. Arzneimittel sind dabei explizit ausgenommen.
Die AG setzt sich aus Expertinnen und Experten mit praktischer Erfahrung im Medizinproduktsektor zusammen und traf sich bisher in vier Sitzungen zwischen Juni und Ende November 2025.
Fachdialog zur Digitalisierungsinitiative zur Schließung von Stoffkreisläufen
Auftrag der Dialogwerkstätten:
Ziel der thematisch fokussierten Dialogwerkstätten im Rahmen des Fachdialogs war es, Anforderungen, Bedarfe und bestehende Ansätze für die geplante Digitalisierungsinitiative zur Schließung von Stoffkreisläufen zu beleuchten und gemeinsam zu diskutieren.
Arbeitsweise:
Es kamen ausgewählte Expertinnen und Experten aus der betrieblichen Praxis zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen zu diskutieren, Bedarfe und Anforderungen zu identifizieren sowie Möglichkeiten der Unterstützung zu erörtern. Im Mittelpunkt standen die Grundlagen einer digitalen Circular Economy, Anwendungsbeispiele und Erfolgsfaktoren entlang der Wertschöpfungsketten sowie Fragen der praktischen Anwendung und Skalierung. Ziel war ein praxisnaher, lösungsorientierter Austausch als Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der NKWS.
Folgende Themen wurden bis Ende 2025 behandelt:
- Digitale Voraussetzungen für eine Circular Economy und Unterstützungsbedarfe in KMU und Start-ups
- Initiativen der Wirtschaft zur Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und zur Schaffung von Datenräumen für eine Circular Economy
- Digitalisierung der Abfall- und Wertstoffströme
- Skalierung digitaler Lösungen für nachhaltigen Konsum
In der Sitzungsarbeit wurde deutlich, dass digitale Lösungen zentrale Hebel zur Schließung von Stoffkreisläufen sind, deren Umsetzung jedoch häufig daran scheitert, dass Ressourcen, Kompetenzen, Standards und interoperablen Datenräumen fehlen. Zugleich wurden konkrete Potenziale, Unterstützungsbedarfe und Ansatzpunkte für die Digitalisierungsinitiative identifiziert.
Dialogwerkstatt 1
Digitale Voraussetzungen und Unterstützungsbedarfe in KMU und Start-ups
Im Mittelpunkt standen fehlende Ressourcen, Kompetenzen und Datenstrategien in Unternehmen, insbesondere in KMU und Start-ups. Gleichzeitig wurde der Mehrwert besser genutzter Daten für Transparenz über Stoffströme, für CO₂-Bilanzen und zirkuläre Geschäftsmodelle betont. Benannt wurden Bedarfe wie abteilungsübergreifende Datenstrategien, Unterstützung bei der Umsetzung des digitalen Produktpasses, standardisierte Datengrundlagen sowie Qualifizierungs- und Informationsangebote.
Dialogwerkstatt 3
Digitalisierung der Abfall- und Wertstoffströme
Betrachtet wurden Sammlung, Sortierung und Recycling sowie deren Anbindung an Wertschöpfungsketten. Herausforderungen liegen in der getrennten Erfassung, der Datenweitergabe und Deklaration von Stoffströmen sowie in der Verknüpfung von Prozessdaten. Als Lösungsansätze wurden einheitliche und sichere Schnittstellen, digitale Kennzeichnung und Sensorik, der Einsatz selbstlernender Anlagentechnik, Stoffstrom- und Rezyklatplattformen, Qualifizierungs- und Förderangebote für KMU sowie die Digitalisierung von Genehmigungs- und Vollzugsprozessen diskutiert.
Dialogwerkstatt 2
Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Datenräumen für die Circular Economy
Diskutiert wurden sektorübergreifende Datenräume und Initiativen der Wirtschaft. Unsicherheiten zur Regulierung, zur Datenhoheit und fehlende Standards bremsen den Aufbau interoperabler Datenräume. Digitale Produktpässe und Datenräume wurden als Hebel für neue zirkuläre Geschäftsmodelle gesehen. Erforderlich sind schlanke, KMU-taugliche Referenzdatenmodelle, gezielte Förderprogramme, Qualifizierung im gesamten Wertschöpfungsverbund, Leuchtturmprojekte mit klaren Business Cases sowie harmonisierte und international anschlussfähige Standards.
Dialogwerkstatt 4
Skalierung digitaler Lösungen für nachhaltigen Konsum
Im Mittelpunkt standen digitale Lösungen für reparatur-, nutzungs- und teilungsorientierte Angebote und die Rolle einer Skalierungsstelle für digitalen nachhaltigen Konsum. Benannt wurden Defizite bei Vernetzung, Sichtbarkeit und Marktpositionierung von Lösungsanbietern, fehlendes Know-how zu Geschäftsmodellen, Künstlicher Intelligenz und Datenqualität sowie regulatorische Hürden. Eine Skalierungsstelle könnte als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstruktur wirken, Bedarfe erfassen, Akteure zusammenbringen, Coaching und technische Beratung bereitstellen und Qualifizierungs- sowie Förderangebote bündeln.