„Circularity made in Germany – gemeinsam Kreisläufe schließen“
Rückblick und Dokumentation der Jahreskonferenz zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie
Engagiert, vernetzt und innovativ – so zeigten sich die Akteure der deutschen Kreislaufwirtschaft auf der Jahreskonferenz zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie am 5. Dezember 2025 im dbb forum Berlin und im Livestream.

Der Bundesumweltminister Carsten Schneider (BMUKN) eröffnete die Jahreskonferenz: „Kreislaufwirtschaft – das ist Umwelt- und Ressourcenpolitik und noch viel mehr. Sie ist Standortpolitik, Innovationspolitik und Industriepolitik zugleich. Wir sind ein Land mit vielen guten Ideen, insbesondere dazu, wie man vorhandene Rohstoffe wiederverwenden kann."
Die vollständige Rede des Ministers und die anschließende Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs Stephan Rouenhoff (BMWE) sehen Sie hier.
Starke Ideen für neue Technologien, Geschäftsmodelle und die Transformation hin zum zirkulärem Wirtschaften
Im Mittelpunkt der Konferenz standen zentrale Herausforderungen zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft: Welche Innovationen setzen Unternehmen aus Deutschland bereits um und welche Anreize gilt es auszubauen? Wie können wir zielgerichtet die notwendigen Investitionen fördern und anstoßen? Welche Bedingungen steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit?
Industrie, Gewerkschaften, Wissenschaft kamen in einer Standortbestimmung gleichermaßen zu Wort, wie die Organisationen, die Innovationen schon heute Wirklichkeit werden lassen - Bundesagentur für Sprunginnovationen, EU Green Tech Fund, Circular Republik oder der Circle Hub Urban Mining. Im Panel mit fünf Ressorts der Bundesregierung wurde zudem klar - politische Initiativen sollten gut koordiniert sein, um Wirkung erzielen zu können. Die NKWS hat sich als Rahmenwerk hier schon etabliert.
Deutschland verfügt über gute Voraussetzungen für die Kreislaufwirtschaft. Zugleich bleibt sie ein zentrales Innovationsthema, das konsequent weiterentwickelt werden muss, um das Potenzial für Wettbewerbsfähigkeit und Rohstoffsicherheit voll auszuschöpfen. In Dialogsessions diskutierten die Teilnehmenden mit Themenpartnern aus der Praxis genau solche innovativen Lösungen zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe, der Urban Mining-Strategie des UBA und dem Aufbau regionaler Stoffkreisläufe, neue zirkuläre Geschäftsmodelle und digitale Lösungen zur Schließung von Stoffkreisläufen.
Die Jahreskonferenz zeigte: Die Kreislaufwirtschaft ist ein Gemeinschaftswerk und wird deutschlandweit schon jetzt gelebt: 16 Initiativen präsentierten vor Ort auf einer Messe Aktivitäten, die „Circularity made in Germany” vorantreiben: regional, branchenspezifisch oder entlang der Wertschöpfungskette. Die vorgestellten Aktivitäten reichten von der Erforschung robotergestützter Zerlegung von gebrauchten Elektrogeräten bis zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, um zum Verbrauch von Rohstoffen zu sensibilisieren.
Bundesminister Carsten Schneider (BMUKN): „Der politische Wille ist da, die Haushaltsmittel sind da, und wir gehen voran, gemeinsam mit Ländern und Kommunen, mit der Industrie und mit der Wissenschaft.“
Themenschwerpunkt 1: Innovationsimpulse setzen, Wettbewerbsfähigkeit steigern und Wachstumspotentiale ausschöpfen
Impuls-Session | Wie lässt sich die Innovationsfähigkeit Deutschlands mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft steigern?

Impuls von Holger Lösch,
stvt. Hauptgeschäftsführer,
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
Minute 0:00 - Minute 9:00

Impuls von Alexander Bercht,
Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands,
Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)
Minute 9:00 - Minute 20:10

Impuls von Prof. Dr.-Ing. Vera Susanne Rotter,
Leitung des Fachgebietes Kreislaufwirtschaft und Recyclingtechnologie,
Technische Universität Berlin
Minute 20:15 - Minute 29:30
Panel | Zirkuläre Innovationen stärken und die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft sichern
Das Panel widmete sich der Frage, wie die Transformation zur Kreislaufwirtschaft Deutschland zu einem Vorreiter von Kreislaufwirtschaftslösungen weltweit machen kann. Gemeinsam diskutierten Isabelle Canu, Dr. Martin Chaumet, Daniel Imhäuser und Dr.-Ing. Niclas-Alexander Mauß über Innovationspotenziale, Finanzierungshürden und Umsetzungsbedingungen. Im Fokus standen die Stärken deutscher Unternehmen, Chancen für technologische Innovationsführerschaft, die Skalierung zirkulärer Geschäftsmodelle jenseits von Pilotprojekten sowie Unterschiede zwischen linearen und zirkulären Investitionslogiken. Darüber hinaus wurden Erfahrungen aus der Baupraxis, die Rolle von Initiativen und Netzwerken sowie notwendige regulatorische Anpassungen diskutiert, um die Umsetzungsgeschwindigkeit der Kreislaufwirtschaft in Deutschland deutlich zu erhöhen.
Mitwirkende:
- Isabelle Canu, Partnerin beim Green European Tech Fund
- Dr. Martin Chaumet, Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) und Geschäftsführer der beventum GmbH
- Daniel Imhäuser, Geschäftsführer Blasius Schuster Unternehmensgruppe & Gründer des Circle Hub for Urban Mining
Dr.-Ing. Niclas-Alexander Mauß, Co-Founder, CIRCULAR REPUBLIC

Themenschwerpunkt 2: Koordiniert und vernetzt die Umsetzung gestalten
Panel | Wie die Bundesregierung die Kreislaufwirtschaft in Deutschland aktiviert
Im Panel mit Vertreter:innen der Bundesministerien standen die politischen Hebel zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) im Mittelpunkt. In einer ersten Einstiegsrunde stellten die beteiligten Ressorts ihre zentralen Vorhaben und Schwerpunktsetzungen vor und zeigten auf, wie sie mit ihren jeweiligen Maßnahmen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft beitragen. Anschließend wurden Rückfragen aus dem Publikum aufgegriffen und vertieft diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die Einbindung von Ländern & Kommunen, den Ausblick auf den Circular Economy Act der EU, um geeignete Anreize für Circular Economy z.B. im Bereich öffentliche Beschaffung, das Zusammenspiel von Forschungs- und Wirtschaftsförderung zur schnelleren Markteinführung von Innovationen, sowie um eine ressourcenschonende Bauwende, die Wohnungsbauziele und Digitalisierung zusammendenkt.
Mitwirkende:
BMUKN, Silke Karcher, Unterabteilungsleitung C III Kreislaufwirtschaft
BMF, Dr. Anna Klabunde, Referatsleitung I B 3 Nachhaltigkeit, Umwelt, CO2 -Bepreisung
BMFTR, Dr. Rubén Cantero Alvarez, Referatsleitung F26 Ressourcen, Kreislaufwirtschaft, Geoforschung
BMWE, Elke Redemann-Paul, Referatsleitung IV B 1 Mineralische Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft, Fachaufsicht BGR
BMWSB, Lothar Fehn Krestas, Unterabteilungsleitung B I Baupolitik, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Bundesbau

INITIATIVEN-PITCH

Zur Aufzeichnung der Initiativen-Pitches
Vorgestellte Initiativen (in der Reihenfolge ihrer Vorstellung
- Circle - Hub für Urban Mining
- Circular Saxony
- Circular Valley-Stiftung
- VDI Zentrum Ressourceneffizienz
- Circular Munich
- Circular Berlin
- Netzwerk C2C Regionen
- AG zirkuläre Beschaffung (AfB & Fenyx)
- Netzwerk Ressourcenwende
- AG zirkuläre Medizinprodukte (Circulaid)
- WWF - Projekt Ressourcenleicht leben
- Umsetzungsallianz mehrweg.einfach.machen
- The PREVENT Waste Alliance
- digital.zirkulär.ruhr
- Green AI HUB
- DigiRess
Viele weitere Initiativen der Kreislaufwirtschaft in Deutschland finden Sie auf unserer Landkarte.
Stimmen aus der NKWS-Community: Was ist ihr Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in Deutschland?
DIALOGSESSIONS: NKWS in die Umsetzung bringen
Key Takeaways
DOWNLOAD der Präsentation von Dr. Britta Bookhagen, Deutsche Rohstoffagentur
Kritische Rohstoffe spielen in der Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle, da ihre Rückgewinnung und Wiederverwendung Versorgungssicherheit erhöhen und Abhängigkeiten verringern können. Die Session gibt Einblicke in den Status Quo sowie die bisherigen Strategien zum Recycling kritischer Rohstoffe. Einstiegspunkt in die anschließende Debatte waren drei Leitfragen: Welche Innovationen könnten zur Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe beitragen? Welche (politischen) Instrumente sind geeignet, um Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe zu fördern? Wo besteht Potential zu mehr Kooperation verschiedener Akteure zur Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe?
- Als kritische Rohstoffe bezeichnet die EU 32 verschiedene Rohstoffe – vorwiegend Metalle. Um ein koordiniertes Vorgehen zu begünstigen, wird empfohlen den Fokus auf strategische Rohstoffe zu setzen, also auf die Rohstoffe, die für strategisch wichtige Technologien zur Energie- und Mobilitätswende, Digitalisierung, Verteidigung und Raumfahrt besonders relevant sind.
- Die Betrachtung der kritischen Rohstoffe sollte ganzheitlich stattfinden und über den Prozessschritt der Wiedergewinnung hinaus gehen – dazu zählen z.B. Forschungsansätze und Innovationen, wie man strategische Rohstoffe ersetzen oder ihren Bedarf durch Veränderungen in den Technologien reduzieren kann, genauso wie der Blick auf passende Rücknahme- und Sortiersysteme und Recyclingprozesse, so dass vermieden wird, dass diese Rohstoffe im Abfall landen und von dort nur schwer in den Kreislauf zurückgeführt werden können.
- Die Debatte zu politischen Instrumenten beginnt bei europäischer Regulation und der Beobachtung, dass angepasste Regelungen zum Thema Abfall einen grenzüberschreitenden "Binnenmarkt" für Abfall und damit unter anderem den Aufbau von Wiedergewinnungs-Infrastruktur in Europa vereinfachen könnte. Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft weisen zudem darauf hin, dass es hilfreich wäre Innovationsausgaben für das Thema zu fördern oder steuerlich zu begünstigen.
- Mit unterschiedlichen Sichtweisen wurde die Diskussion geführt, ob es eine Art Einschränkung für die Ausfuhr von Produkten und Schrotten mit strategischen Rohstoffen aus Europa heraus geben sollte und welche Rolle digitale Technologien für diesen Prozess spielen können. Es wurde angeregt die Einbindung von Universitäten & Hochschulen stärker zu systematisieren.
DOWNLOAD der Präsentation von Dipl. Wirt.-Chem. Felix Müller, Umweltbundesamt und Dr. Matthias Buchert, Öko-Institut
Mit Urban Mining soll die Rohstoffsouveränität Deutschlands gestärkt werden, indem das anthropogene Lager als Rohstoffquelle genutzt und bewirtschaftet wird. Vor diesem Hintergrund wurde eine nationale Urban Mining Strategie erarbeitet, deren Veröffentlichung durch das Umweltbundesamt für Januar 2026 vorgesehen ist. In der Dialogsession wurden die Bedeutung und Ausgestaltung der Strategie anhand folgender Fragen erörtert: Welchen Beitrag kann eine Urban Mining Strategie zur Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft leisten? Welche Erwartungen bestehen an den Strategieprozess auf kommunaler und regionaler Ebene? Und schließlich: Wie sollte die zukünftige Organisation und Steuerung der Urban Mining Strategie unter dem Dach der NKWS gestaltet werden, um eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen?
- Die Einigkeit hinsichtlich der Herausforderungen ist groß die Potenziale mit Blick auf die Ressourceneffizienz und eine resilientere Rohstoffversorgung werden als bedeutsam eingeschätzt werden. Gleichzeitig wurde signalisiert, dass Urban Mining in der deutschen Kreislaufwirtschaftspolitik noch nicht den nötigen Stellenwert besitzt, obwohl das anthropogene Lager jährlich um etwa 600 Millionen Tonnen anwächst.
- Um so wichtiger ist die gute Vernetzung des Strategieprozesses, insbesondere bei der Umsetzung der NKWS. Defizite bestehen kaum mehr in der fachlichen Vorarbeit, die sehr fundiert in den vergangenen Jahren geleistet wurde. Nun geht es um einen veritablen Urban Mining Umsetzungsprozess mit Ressortbeteiligungen, Netzwerken mit Vertreter*innen der Länder, Kommunen und Unternehmen sowie Formaten zum Informationsaustausch wie Webplattformen. All diese Erfolgsfaktoren sind im Zusammenspiel entscheidend, um von Pilotprojekten und Leuchtturminitiativen, die vor allem der Bewusstseinsbildung dienten, hin zu einer weiteren Skalierung von Stoffkreisläufen im industriellen Maßstab überzugehen.
- Verlässliche Rahmenbedingungen zur Investitionssicherheit sind erforderlich, gepaart mit politischem Willen; gerade in der Beschaffungspraxis der Öffentlichen Hand, um nicht einen ungleichen Wettbewerb mit Primärrohstoffen einzugehen. Besonders Kommunen benötigen hierzu Unterstützung bei rechtssicheren Ausschreibungs-, Umsetzungs- und Planungspraktiken und Handreichungen.
DOWNLOAD der Präsentation von Wei Min Wang, VDI ZRE und Maximilian Müller, VDI ZRE
Die Dialogsession „Zirkuläre Geschäftsmodelle“ widmete sich der Frage, wie Unternehmen entlang des gesamten Lebenszyklus von Produkten kreislauffähige Lösungen entwickeln und skalieren können. Ausgangspunkt der Diskussion waren drei Leitfragen: Welche Förderinstrumente und Partnerschaften unterstützen Unternehmen am effektivsten? Wie gelingt der schnellere Transfer von Forschung und Technologien in marktfähige Anwendungen? Und wo liegen die größten Kooperationspotenziale entlang des Lebenszyklus?
- Praxisnaher Blick entlang des Lebenszyklus: Drei Impulse von Fanni Meszaros (Ahrend GmbH & Co. KG), Philip Staufenbiel (LRP-Autorecycling Leipzig GmbH), Paul Anca (re:Mix / Open Funk UG) zeigten, wie breit zirkuläre Geschäftsmodelle heute bereits aufgestellt sind – von langlebigem, modular reparierbarem Produktdesign über kreislauffähige Consumer Electronics bis hin zu industriellen Rücknahme- und Recyclingprozessen im großen Maßstab.
- Förderlandschaft und Rahmenbedingungen als entscheidende Hebel: Deutlich wurde, dass zirkuläre Geschäftsmodelle vor allem dann skalieren, wenn Eigentums- und Haftungsfragen geklärt sind und flankierende Maßnahmen ein Level Playing Field für zirkuläre Produkte schaffen. Die öffentliche Hand spielt dabei eine wesentliche Rolle, insbesondere durch nachhaltige öffentliche Beschaffung, die Nachfrage bündelt, Marktsignale setzt und zirkuläre Lösungen frühzeitig in den Einsatz bringt.
- Kooperation als Schlüssel für schnellen Innovationstransfer: Ein schnellerer Transfer von Innovationen gelingt, wenn KMU stärker mit Start-ups und Forschungseinrichtungen kooperieren – etwa über Venture Clienting oder Vendor-Finanzierung. „Echte“ impact-orientierte Kooperationen zwischen Unternehmen ermöglichen nachhaltige nutzungsbasiert Geschäftsmodelle, wie z.B. Sharing und Pooling. Beispiele aus den Niederlanden sowie der deutschen Veranstaltungsbranche verdeutlichen, wie eine kollaborative Innovationskultur Prozesse beschleunigen kann.
- Treiber für Zusammenarbeit entlang des gesamten Lebenszyklus: Als stärkste Kooperationsimpulse wurden aktuelle und kommende rechtliche Regelungen genannt, wie z.B. die erweiterte Herstellerverantwortung oder die EU-Altfahrzeuge-Verordnung. Unternehmen müssen im Zuge dieser Vorschriften stärker entlang ihrer Wertschöpfungsketten kooperieren und Daten miteinander teilen. Hierbei wird der Digitale Produktpass eine entscheidende Rolle spielen. Dieser schafft Transparenz entlang des Produktlebenszyklus, wodurch u.a. Reuse- und Recyclingentscheidungen fundiert datengestützt getroffen werden können sowie neue Partnerschaftsmodelle über Branchen- und Unternehmensgrenzen hinweg ermöglicht werden.
DOWNLOAD der Präsentation von Luisa Denter, Germanwatch
Dass Digitale Produktpässe tatsächlich im Sinne der Kreislaufwirtschaft wirksam eingesetzt werden, ist kein Selbstläufer. Die Session beleuchtete die damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere für Kleinst- bis mittelständische Unternehmen, und nahm dabei zwei Leitfragen in den Blick: Welche Innovationen könnten mithilfe des DPP zur Schließung von Stoffkreisläufen beitragen und wo besteht noch Forschungsbedarf? Und zweitens: Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, um erfolgversprechende Verfahren und Technologien in die Praxis zu bringen?
- Bei der Digitalisierung und der Einführung von DPP für KKMU und Unternehmen muss der Nettonutzen bzw. der Mehrwert und die Praxisrelevanz gegeben sein und zwar sowohl für die anwendenden Akteure/Personen als auch für die gesamte Volkswirtschaft.
- Datenverfügbarkeit ist ein zentrales Thema und diese muss harmonisiert und am besten europaweit skalierbar standardisiert sein – auch müssten die Daten frei verfügbar sein, wobei es hier ein Spannungsfeld mit dem Aspekt der Wahrung von Betriebsgeheimnissen von Unternehmen gibt. Daher ist das „need-to-know“-Prinzip essentiell, um zu bestimmen, welche Akteure entlang des Produktlebenszyklus welche Informationen benötigen bzw. einsehen dürfen. Damit ist das Thema Transparenz eine wichtig und dringend anzugehende Herausforderung.
- DPP müssen branchenspezifisch aufgesetzt werden, da sie sich z.B. zwischen Waschmittel und Waschmaschine bzw. zwischen Schraube und Airbus wesentlich unterscheiden.






































